Gedenkstätte für die Opfer von Gewalt

Pax Christi Gemeinschaft

Dr. Heyer war ein vorausschauender Mensch. Schon früh machte er sich Gedanken über den Fortbestand der Gedenkstätte in der Zukunft. Dank seines Engagements hatte er für das Anlie-
gen der Pax-Christi-Opferstätte eine große Schar von Gleichgesinnten im In- und Ausland gewin-
nen können, auf deren ideelle wie materielle Unterstützung er sich verlassen konnte. Wie aber sollte es weitergehen, wenn die Menschen dieser Generation gestorben waren?

Zunächst schwebte ihm die Gründung einer Stiftung vor. Diesen Gedanken gab er jedoch bald wieder auf, weil er lediglich auf die materielle Absicherung der Gedenkstätte abzielte. Als bes-
sere Lösung erschien ihm schließlich die Gründung einer Friedensbruderschaft nach kirchlichem Recht, die er 1963 in die Tat umsetzte. Trotz der juristisch vorgeschriebenen Bezeichnung 'Bru-
derschaft' sollte sie für beide Geschlechter zugänglich und überkonfessionell, also für alle Chris-
tinnen und Christen offen sein. Schnell entwickelte sie sich zu einer Gemeinschaft von rund 350 Mitgliedern.

Unter Heyers Nachfolger Franz-Josef Steprath wurde der Begriff 'Friedensbruderschaft' durch die Bezeichnung 'Pax-Christi-Gemeinschaft' ersetzt. Ihr Jahrestreffen, der sog. Kapitelstag, der dem Gedankenaustausch und der Auswahl neuer Namen für die Einschreibung auf dem Boden der Unterkirche dient, findet stets an einem der Samstage nach Ostern statt.

Der zweite wichtige Tag für die Gemeinschaft und alle Freundinnen und Freunde der Pax-Christi-Kirche ist der Totensonntag, der letzte Sonntag im Kirchenjahr, an dem die sog. Andacht der Namen stattfindet. Im Rahmen dieses Gedenkgottesdienstes wird jeweils ein Fünftel der inzwischen etwa 1800 Namen verlesen, z. T. unter Nennung der Todes-
umstände. Auch in den sonntäglichen Mes-
sen wird der an diesem Tag gewaltsam Um-
gekommenen fürbittend gedacht.

Die Gemeinschaft finanziert die Anlegung neuer Namensfelder, die derzeit im Vier-
jahresrhythmus stattfindet, unterstützt den Seelsorger der Gedenkstätte, Pastoralre-
ferent Martin Dautzenberg, in der Öffentlich-

            6  Die Namenfelder der Jahre 2008 und 2012
                               (Foto: Peter Wallmann)
 

keitsarbeit und bei der Betreuung der Besuchergruppen, und kümmert sich um den Erhalt der vorhandenen Kunstwerke. Gelegentlich erwirbt sie auch neue Kunst für die Pax-Christi-Kirche, wie z.B. im Jahre 2012 eine Skulpturengruppe des Kölner Bildhauers Götz Sambale.

Dies alles kostet natürlich Geld, das durch die freiwilligen Spenden von Wohltätern in und außerhalb der Gemeinschaft aufgebracht wird. Die Gemeinschaft freut sich über jeden Men-
schen, der bereit ist, durch Mitgliedschaft oder Spende die Friedensarbeit der Gedenkstätte zu unterstützen. 

Spendenkonto der Pax-Christi-Gemeinschaft:

IBAN: DE60 3706 0193 2000 2530 17

BIC: GENODED1PAX

Auf Wunsch können Spendenquittungen für das Finanzamt ausgestellt werden.